Die Eh da‐Initiative: Mehr Platz für biologische Vielfalt in Kulturlandschaften. (4th February 2019)
- Record Type:
- Journal Article
- Title:
- Die Eh da‐Initiative: Mehr Platz für biologische Vielfalt in Kulturlandschaften. (4th February 2019)
- Main Title:
- Die Eh da‐Initiative
- Authors:
- Künast, Christoph
Deubert, Mark
Künast, Robert
Trapp, Matthias - Abstract:
- Zusammenfassung: Die Eh da‐Initiative basiert auf dem Prinzip, dass es Flächen in Kulturlandschaften gibt, die eh da sind und das Potenzial zur ökologischen Aufwertung haben, ohne dass es zu nennenswerten Nutzungseinschränkungen kommt. Diese Flächen liegen in der offenen Landschaft, sie sind verkehrswegbegleitend, Zwickel in der Agrarlandschaft, Gemeinderasen und andere. Die Initiative verwendet geodatenbasierte Erfassungsmethoden, um Eh da‐Flächen zu detektieren und quantifizieren. Nach einer Geodatenanalyse in ausgewählten Landschaften umfassen Eh da‐Flächen mit 2–6 Prozent einen hohen Flächenanteil der Kommunen Deutschlands. Eh da‐Flächen sind meist schmal, longitudinal und durchziehen netzartig die Landschaft. Vor allem Insekten können durch gezieltes Management von Lebensräumen auf Eh da‐Flächen gefördert werden. Diese können Korridore darstellen und entsprechend auf kommunaler Ebene in Projekte zum Biodiversitätsschutz integriert oder auch für separate Projekte verwendet werden. Kommunikation ist ein Kernelement jeder lokalen Initiative, wobei nicht nur die ökologischen Förderoptionen, sondern auch die kritischen Punkte (gegebenenfalls Förderung von Agrarschädlingen und Unkräutern, Neophyten, pyrrolizidinhaltigen oder allergenen Pflanzen) angesprochen werden sollen. Abstract : Flächen zur Förderung der Biodiversität sind in Kulturlandschaften zunehmend Mangelware. Ziel der Eh da‐Initiative ist es, solche Flächen zur ökologischen Aufwertung zu nutzen, die eh da sind wieZusammenfassung: Die Eh da‐Initiative basiert auf dem Prinzip, dass es Flächen in Kulturlandschaften gibt, die eh da sind und das Potenzial zur ökologischen Aufwertung haben, ohne dass es zu nennenswerten Nutzungseinschränkungen kommt. Diese Flächen liegen in der offenen Landschaft, sie sind verkehrswegbegleitend, Zwickel in der Agrarlandschaft, Gemeinderasen und andere. Die Initiative verwendet geodatenbasierte Erfassungsmethoden, um Eh da‐Flächen zu detektieren und quantifizieren. Nach einer Geodatenanalyse in ausgewählten Landschaften umfassen Eh da‐Flächen mit 2–6 Prozent einen hohen Flächenanteil der Kommunen Deutschlands. Eh da‐Flächen sind meist schmal, longitudinal und durchziehen netzartig die Landschaft. Vor allem Insekten können durch gezieltes Management von Lebensräumen auf Eh da‐Flächen gefördert werden. Diese können Korridore darstellen und entsprechend auf kommunaler Ebene in Projekte zum Biodiversitätsschutz integriert oder auch für separate Projekte verwendet werden. Kommunikation ist ein Kernelement jeder lokalen Initiative, wobei nicht nur die ökologischen Förderoptionen, sondern auch die kritischen Punkte (gegebenenfalls Förderung von Agrarschädlingen und Unkräutern, Neophyten, pyrrolizidinhaltigen oder allergenen Pflanzen) angesprochen werden sollen. Abstract : Flächen zur Förderung der Biodiversität sind in Kulturlandschaften zunehmend Mangelware. Ziel der Eh da‐Initiative ist es, solche Flächen zur ökologischen Aufwertung zu nutzen, die eh da sind wie Randstreifen, Zwickel in Agrarflächen, Gemeinderasen oder Regenwasserrückhaltebecken. Dafür wurde die Initiative im letzten Jahr als Projekt der UN Dekade für Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Summary: The "Eh da"‐Initiative: more space for Biological Diversity in Cultural Landscapes The "Eh da"‐initiative is based on the principle that definite land in cultural landscapes is "available anyway" (what „eh da" means in German) and has the potential for ecological upgrading without relevant limitations of land use. "Eh da" could be the acronym "Ecological habitat development areas." This land is located in open landscapes: along waysides, on uncropped plots in farmland, it could be communal lawn and other land categories. The initiative uses geodata in order to detect and quantify "Eh da"‐sites. According to an analysis based on geodata in selected landscapes "Eh da"‐land constitutes 2–6 per cent of the total area of Germany. "Eh da"‐sites are mostly narrow, longitudinal and spread like a net all over the landscape. Mainly insects and other invertebrate animals can be supported by upgrading of "Eh da"‐land. Since these sites often form corridors, they may be part of communal biodiversity protection initiatives under the perspective of ecological networks, or they may be used for distinct projects. Communication is a key element of any local initiative in which not only the ecological upgrading options, but also potential trade‐offs (like increase of agricultural pests and weeds, neophyta and pyrrolizidine containing or allergenic plants) should be discussed. … (more)
- Is Part Of:
- Biologie in unserer Zeit. Volume 49:Number 1(2019)
- Journal:
- Biologie in unserer Zeit
- Issue:
- Volume 49:Number 1(2019)
- Issue Display:
- Volume 49, Issue 1 (2019)
- Year:
- 2019
- Volume:
- 49
- Issue:
- 1
- Issue Sort Value:
- 2019-0049-0001-0000
- Page Start:
- 28
- Page End:
- 38
- Publication Date:
- 2019-02-04
- Subjects:
- Förderung von Insekten -- Eh da‐Flächen -- Artenvielfalt -- Landschaftsvielfalt -- kombinierte Lebensräume -- Geodaten‐ und Landschaftsanalyse -- GIS -- Biotopverbund -- Kommunen
Biology -- Periodicals
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- https://www.biuz.de/index.php/biuz ↗
http://onlinelibrary.wiley.com/ ↗ - DOI:
- 10.1002/biuz.201910665 ↗
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- English
- ISSNs:
- 0045-205X
- Deposit Type:
- Legaldeposit
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